Mittwoch, 09.März 2016

Integratives Theaterprojekt Gersheim ¨Die ungehörten Stimmen¨

Heute fanden sich um die 20 Personen zusammen, die nun den festen Kern der Theatergruppe bilden werden. Es ist eine bunt gemischte Truppe mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.


Im Kreis stehend wurden zunächst Aufwärmübungen gemacht. Hierbei legte die Theaterpädagogin Dorothea den Fokus vor allem auf die Stimme. Verschiedene Übungen, bei denen Laute mit Bewegungen kombiniert wurden, lockerten den Körper und die Stimmung.

Danach wiederholte jeder Einzelne seinen Namen. Mal laut, mal in einem ganz leisen Flüsterton, dann im Kreis stehend und nacheinander einzeln auf der Bühne für den Rest der Gruppe.

Dies gab den Teilnehmern ein erstes Bühnenerlebnis. Alle haben diese Übung mit Bravour und Selbstbewusstsein gemeistert.

Um dieses Bühnenerlebnis zu vertiefen, sollte sich jeder überlegen, welche Aktivität er gerne ausführt.

Ohne Sprache führte nun jeder diese Tätigkeit auf der Bühne aus und es wurde fleißig gerätselt, was jeder Einzelne für Lieblingsbeschäftigungen hat.

Es wurde viel gelacht, von Pflanzen versorgen über Filmen bis hin zu Schwimmen war alles dabei.

Die Übung wurde nach kurzem Zögern sehr gut angenommen, die Vielfalt war so groß, dass tatsächlich, trotz der relativ großen Teilnehmerzahl, keine Aktivität doppelt vorkam.

Nachdem sich die Teilnehmer mit der Bühne vertraut gemacht hatten, gab es die Aufgabe, sich in Vierergruppen zusammenzufinden. Dabei war es Dorothea wichtig, dass sich vor allem Leute zusammenfinden, die sonst im Alltag noch nicht in Kontakt gekommen sind.

Auch dies klappte wie am Schnürchen und bedurfte keinerlei Eingreifen seitens Dorothea.

In den Vierergruppen wurden Ideen gesammelt und darüber diskutiert, welche Themen man im weiteren Verlauf in das geplante Theaterstück mit einfließen lassen könnte.

Die Gruppen traten wie von selbst auch direkt in Aktion und versuchten, ihre Ideen in kleinen Sketchen unterzubringen.

Im Anschluss trat jede Gruppe auf die Bühne und führte den Sketch, wieder ohne Sprache, aus.

Das Publikum, das aus dem Rest der Teilnehmer bestand, musste dann erzählen, was sie gesehen hatten. Die Theaterpädagogin Dorothea betonte noch einmal, wie wichtig es beim Theater sei, auch beschreiben zu können, was man sieht.

Wir lassen die Bilder sprechen und freuen uns sehr, dass sich Woche für Woche so viele Interessierte zusammenfinden, um das Projekt aufleben zu lassen!

Dorothea&Doro

(Bilderstrecke: Dorothea Endfellner)

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